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Wie tot ist Nahtod?

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Wie tot ist Nahtod?
Eine rein rhetorische Frage, zugegeben.
Genau so gut hätte ich fragen können, wie pulsiert das wirkliche Leben? Oder fragt der eine Mann den anderen, du, wie ist deine Frau so? – Naja, die einen sagen so, die anderen so.
Okay, das ist eine alte Kamelle, verdeutlicht aber, dass unterschiedliche Blickwinkel unterschiedliche Ansichten und unterschiedliche Interpretationen begründen. Es ist wie überall; eine Frage des Standpunkts.
Und damit sind wir schon beim Kern der Sache. Sag mir, wo du stehst und ich sag dir, ob du im Leben, daneben, darüber oder weit entfernt stehst.

(c)Geister und Gespenster
(c)Geister und Gespenster

Über Nahtod und Nahtoderfahrung sprechen und schreiben nur Menschen, die das Leben bereits mindestens einmal verlassen haben, die auf dem Weg weg von der uns bekannten Zivilisation ein helles Licht, einen langen Tunnel oder eine unendliche Ruhe erfahren haben. Oder alles gemeinsam.
Menschen, die im Zustand des nahenden Todes und oft auch unerträglicher Schmerzen ihren Körper verlassen und sich von „außen“ das irdische Treiben angesehen haben. Überirdisch, außerirdisch, weltfremd, himmelsgleich … Begriffe, deren Bedeutung wohl nur wenige von uns wirklich interpretieren können.

Nahtod ist Fernleben – je nachdem wie groß die Entfernung zwischen Leben und Tod wirklich ist. Ob man Meter oder Kilometer oder eher einen Zeit- oder Gefühlsmaßstab zugrunde legt, ist ebenso dem jeweiligen Betrachter geschuldet, wie der Umstand, ob der nahende Tod eine Erlösung oder eine Qual für den Betroffenden ist.

Alles, was nicht tot ist, lebt.
Falsch.
Alles, was lebt, ist nicht tot.
Auch falsch.
Der Tod ist die Fortsetzung des Lebens unter anderen Voraussetzungen.
Und.
Das Schönste am Tod ist das Erlebte danach.
Sagt Sabine Mehne. Sagen Menschen, die das Leben einmal verlassen haben und wieder „zurück“ kamen.
Das Schönste am Tod ist das Leben davor.
Meint dagegen Jens Ausenkel* und sagen Menschen, die auf medizinischer und wissenschaftlicher Grundlage lebende Strukturen analysieren und nach Erklärungen für bis dato unerklärte Dinge des Lebens suchen.
Den Tod zu erklären ist – noch – ein Ding der Unmöglichkeit.
Den Nahtod zu beschreiben und zu untersuchen, dafür gibt es Anhaltspunkte, Argumente und Ansätze.
Am 7. September diskutieren Betroffene und Wissenschaftler über das Phänomen Nahtod.
Und es liest Sabine Mehne aus ihrem Buch „Licht ohne Schatten“.
Musikalisch begleitet wird die Expertenrunde von Nadine Maria Schmidt, die mit äußerst gefühlsvollen Liedern und Texten nicht nur das Leben beschreibt.

Hören Sie zu, diskutieren Sie mit, positionieren Sie sich zwischen Erde und Himmel, zwischen Hiersein und Sterben, zwischen Leben und Tod.
Oder erfahren Sie einfach, was andere Menschen erlebt und dazu zu sagen haben.
Vielleicht ist es eine Vorbereitung auf das, was unvermeidbar ist.
Vielleicht ist es ein informativer Nachmittag.
Vielleicht ist es unser Leben.
So nah am Leben, nah am Tod – schon die Puhdys konnten ein Lied davon singen.

Sabine Mehne liest, Dr. Jens Ausenkel, Markus Garling und Casus diskutieren, die Frau mit Gitarre singt.
Mit Ihnen.
Am 7. September 2013 ab 15:00 Uhr.
In der Eventhalle des Bestattungshauses Hoensch.
Waldbaurstr. 2 A in Leipzig.

(c)casus. 2013 (in le-blog.de)
*Name geändert
Grafik: (c)Geister und Gespenster

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